Im September 2025 wird Apple voraussichtlich eine neue Generation seiner teuersten Uhr vorstellen – die Apple Watch Ultra 3. Blutdruck, Satellitenverbindung, neue Displaytechnologie? Vielleicht. Sicher?
Apple Watch Ultra 3 soll im Herbst erscheinen, nach einem Jahr der Stille und steigender Erwartungen. Was wird es wirklich bringen? Einige wichtige Funktionen, die schon lange auf der Wunschliste standen – aber gleichzeitig genug Unklarheiten, um die Frage aufkommen zu lassen, ob wir es hier nicht nur mit einer weiteren Iteration eines Geräts zu tun haben, das bereits sehr gut ist … und daher kaum wesentlich besser.
Rückblick: ein Jahr der Pause und unbeantworteter Fragen
Wenn es Apfel Als Apple 2022 die erste Apple Watch Ultra vorstellte, war klar, dass es sich um etwas Neues handelte. Die Uhr war größer, robuster und zweckorientierter. Für Sportler, für Wanderer, für alle, die nicht nur für Instagram-Stories im Fitnessstudio sind.
Das Ultra 2 brachte ein Jahr später einige Verbesserungen – einen helleren Bildschirm, einen besseren Chip, einen längeren Akku – aber nichts Revolutionäres. Aber im Jahr 2024 ... nichts. Apple hat auf seiner September-Veranstaltung nur eine schwarze Version des Ultra 2 herausgebracht. Das bedeutet zweierlei: Entweder hatten sie nicht genug, um ein echtes Upgrade durchzuführen, oder sie haben sich absichtlich Zeit gelassen. Beide haben ihr Gewicht.
Was die Apple Watch Ultra 3 wirklich bringen soll
Blutdruck: Endlich eine nützliche Gesundheitsfunktion oder nur eine Erinnerung?
Die Blutdruckmessung ist eine jener Funktionen, die Smartwatches seit Jahren versprechen. Apple gehe angeblich eher den Weg der Trenderkennung, nicht der exakten Zahlen. So müssen Sie zu Hause nicht den Zähler austauschen, werden aber gewarnt, wenn etwas passiert. Was schon viel ist. Nicht wegen des „Gadget-Effekts“, sondern weil es echte gesundheitliche Vorteile hat.
Batterie: Besser, aber nicht revolutionär
Mit 36 Stunden Akkulaufzeit ist die Ultra bereits die langlebigste Apple Watch. Das neue Modell dürfte diesen Zeitraum noch weiter verlängern – wahrscheinlich um einige Stunden, nicht um Tage. Der Schwerpunkt sollte auf der Energieeffizienz liegen, nicht nur auf einer größeren Batterie. Weniger Lichteffekte, mehr konkrete Dauer.
MicroLED: Die Technologie der Zukunft, die vielleicht (noch) nicht bereit ist
Über diese Angelegenheit wird schon zu lange gesprochen, als dass man sie ohne Skepsis ernst nehmen könnte. MicroLED soll heller, energieeffizienter und kontrastreicher sein. Wirklichkeit? Jüngsten Berichten zufolge soll Apple das Projekt aufgrund von Produktionsproblemen verschoben haben. Das bedeutet, dass wir im Modell Apple Watch Ultra 3 wahrscheinlich immer noch OLED sehen werden, allerdings in einer leicht optimierten Version. Und das ist nicht unbedingt eine schlechte Sache. OLED ist schon sehr gut. Erwarten Sie nur keine Revolution.
Satellitenverbindung: Das, was Sie nicht brauchen möchten, aber froh sind, es zu haben
Dies ist eine dieser Funktionen, die selten ist, aber einen klaren Zweck hat. Sollte Apple tatsächlich die Möglichkeit einführen, Notfallnachrichten per Satellit zu versenden – ähnlich wie beim iPhone – wäre das ein enormer Gewinn. Nicht für jeden. Doch wenn Sie einmal außerhalb der Reichweite eines Mobilfunksignals geraten, ist das nicht länger eine Frage des Prestiges, sondern der Sicherheit.
Design: Evolution, nicht Revolution
Wenn Sie ein brandneues Gehäuse erwarten – die Apple Watch Ultra 3 – vergessen Sie es. Apple setzt seit langem auf eine schrittweise Weiterentwicklung und nicht auf radikale Veränderungen. Die Uhr bleibt groß und robust und verfügt über eine digitale Krone und eine Aktionstaste. Vielleicht bekommen wir neue Farben, vielleicht ein matteres Gehäuse, vielleicht eine andere Titan-Oberflächenbehandlung. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um eine Uhr, die Sie auf den ersten Blick als brandneu erkennen würden.
Preis: stabil… das heißt hoch
799 Dollar. So viel hat das Ultra 2 gekostet, und so viel soll das Ultra 3 kosten. Wenn wir das auf unsere Realität übertragen: fast tausend. Apple bleibt hier bei seiner Position – das Ultra ist nicht jedermanns Sache. Und das ist okay. Die Frage ist allerdings, ob wir anderthalb Jahre später genug mehr für dieses Geld bekommen.
Was sagt die langjährige Praxis?
Wenn man ein Jahrzehnt in dieser Welt ist, erkennt man schnell den Unterschied zwischen „echtem Upgrade“ und „Marketing-Optimismus“. Und Ultra 3 wird sehr wahrscheinlich irgendwo dazwischen liegen. Für Besitzer des Ultra 2 gibt es vermutlich keinen ausreichenden Grund zum Umsteigen. Für diejenigen, die darauf gewartet haben, dass die Ultra-Linie ausgereifter wird, vielleicht.
Ist die Apple Watch immer noch eine der besten auf dem Markt? Zweifellos. Ist Ultra 3 ein notwendiges Upgrade? Ein wirkliches Urteil können wir erst im Herbst abgeben.
Abschluss
Die Apple Watch Ultra 3 wird mit ziemlicher Sicherheit eine gute Smartwatch sein. Vielleicht sogar das Beste seiner Klasse. Doch die Erwartung, dass dies zu einem „Game Changer“ wird, ist möglicherweise illusorisch. Apple macht selten große Sprünge, sondern baut eher auf kleine Verbesserungen. Und manchmal ist es der einzig richtige Weg – zumindest bis einem die Alternative im Nacken sitzt.