Die Welt ist langweilig geworden. Wo man auch hinsieht, nur tonnenschwere SUV-Kisten, so unterhaltsam wie ein Zahnarztbesuch. Was wäre, wenn es ein Auto gäbe, das einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert? Den neuen Renault Twingo RS gibt es zwar noch nicht, aber wenn wir die richtigen Renault-Zutaten mischen, haben wir den wohl verrücktesten Elektroflitzer der Welt. Ein Auto für die Seele.
Seien wir ehrlich. Die meisten modernen Elektroautos sind steril. Sie beschleunigen wie Raketen, aber in Kurven und beim Lenken verhalten sie sich wie sehr teure und schwere Waschmaschinen auf Rädern. Man hört nur noch von Reichweite, autonomem Fahren und Apps, aber niemand fragt mehr, ob ein Auto überhaupt Spaß macht. Aber wenn Renault Sie haben eine lange Tradition darin, aus ganz gewöhnlichen Brotkästen absolut verrückte und wundervolle Dinge zu kreieren. Merkt euch das! Twinga Die erste Generation des legendären Clio V6 mit Verbrennungsmotor anstelle von Rücksitzen. Daher ist unsere Spekulation durchaus berechtigt: Was passiert, wenn die Franzosen erneut neue Wege gehen und eine elektrische Generation des Renault Twingo RS entwickeln? (Warum wir es nicht Alpine genannt haben – siehe unten)
Renault Twingo RS: Ein Rezept aus der bewährten französischen Küche
Wir brauchen keine Kristallkugel, um zu erraten, was sich unter der Haube (oder zwischen den Achsen) dieses kleinen Stadtflitzers verbirgt. Renault hat bereits alles Nötige im Angebot, verpackt in seinem brandneuen Elektro-Fünfzylinder (Renault 5). Würde man den klassischen 110-kW-Elektromotor (150 PS) in die noch kleinere und leichtere Karosserie des neuen Twingo einbauen, entstünde etwas, das die Gesetze der Physik und des gesunden Menschenverstands außer Kraft setzen würde.

Mit rund 245 Nm Drehmoment, die bereits ab dem Stand zur Verfügung stehen, beschleunigt dieses Auto blitzschnell. Wir können mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in beeindruckenden 5,5 Sekunden rechnen. Die Höchstgeschwindigkeit? Sie dürfte elektronisch auf etwa 160 km/h begrenzt sein. Ehrlich gesagt, fühlt sich eine Geschwindigkeit von 160 km/h in einem Auto, das kaum größer ist als ein durchschnittlicher Sportwagen, ohnehin an wie ein Hyperraumflug. Für Stadtstraßen und kurvenreiche Landstraßen ist das mehr als ausreichend.
Eine Batterie, die keine eigene Postleitzahl benötigt
Der größte Feind jedes sportlichen Kompaktwagens ist sein Gewicht. Deshalb passt auch kein riesiger 80-Kilowatt-Akku in den Renault Twingo RS, der das Auto in eine rollende Walze verwandeln würde. Und genau hier liegt der Zauber des Fortschritts.
Wir können davon ausgehen, dass die Batterie auf eine Kapazität von etwa 40 kWh. Da sich die Energiedichte von Batteriezellen stetig verbessert, wird eine solche Batterie in ein bis zwei Jahren extrem wenig Platz benötigen und das Gesamtgewicht des Fahrzeugs nur minimal erhöhen. Dies würde eine optimale Gewichtsverteilung, einen niedrigen Schwerpunkt und eine Reichweite von rund 300 Kilometern ermöglichen. Perfekt für einen Wochenendausflug über Bergpässe.
Was das Laden angeht: Mit 100 kW Ladeleistung an DC-Schnellladegeräten wäre dieser kleine Akku von 15 % auf 80 % in weniger als einer halben Stunde voll. Gerade genug Zeit, um nach einer rasanten Fahrt durch die Kurven einen schnellen Espresso zu trinken, ein Croissant zu essen und sich die verschwitzten Hände abzuwischen.

Ein exklusives Design, das nach Aufmerksamkeit schreit.
Wie würde so ein kleiner Teufel aussehen? Wie Sie auf den Bildern sehen können, müssen Sie nicht einfach raten. Diese exklusiven Computergrafiken wurden vom Autor dieses Artikels erstellt. Wir veröffentlichen regelmäßig visuelle Konzepte und Studien, wie der neue Twingo RS aussehen könnte, und Sie können sie in ihrer vollen Pracht auf dem Throttly-Kanal und auf unserem offiziellen Instagram-Profil @citymagazineslo bewundern.
Das Design des neuen Twingo setzt mit den ikonischen, runden Scheinwerfern, die dem Auto ein freundliches Gesicht verleihen, auf die 90er-Jahre-Nostalgie. Doch in der RS-Version schlägt dieses Lächeln in ein finsteres um. Verbreiterte Spur, massive 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, ein aggressiverer Frontstoßfänger mit größeren Lufteinlässen (selbst Elektriker brauchen Kühlung!) und der ikonische, etwas überdimensionierte Heckspoiler. All das ist um einige Zentimeter tiefergelegt, um förmlich am Asphalt zu kleben. Im Innenraum erwarten Sie natürlich tiefe Schalensitze mit roten Ziernähten und ein mit Alcantara bezogenes Lenkrad. Dies wäre nicht nur ein Auto für den Arbeitsweg; es wäre Ihre persönliche Therapie.

Fazit: Werden sie es wirklich schaffen?
Ganz ehrlich, in der heutigen Welt der Excel-Tabellen und strengen Kosteneinsparungen wäre es fast ein Wunder, wenn Renault tatsächlich ein Modell mit dem „RS“-Zusatz auf den Markt bringen würde (schließlich haben sie ihre Sportabteilung in Alpine umbenannt). Man könnte es den kleinen Bruder des Alpine A290 oder einfach Twingo Alpine nennen, aber für all jene unter uns, die noch ein bisschen Benzin im Blut haben (selbst wenn wir elektrisch fahren), wird es immer der Twingo RS bleiben. Doch dieses Mal haben wir uns bei der Konzeptstudie für Nostalgie entschieden. Denn Renault ist dem Twingo gegenüber sehr nostalgisch eingestellt.

Ein solches Auto würde genau das verkörpern, was der Markt heute dringend braucht: ein erschwingliches, spaßiges und charismatisches Elektrofahrzeug. Man kann spekulieren, dass der Preis für diesen „Sportler für die breite Masse“ zwischen 28.000 und 30.000 Euro liegen würde. Kein Pappenstiel für einen Kleinwagen, aber für ein Paket, das bei jedem Tritt aufs Gaspedal puren Fahrspaß bietet, ist es ein echtes Schnäppchen. Der Twingo RS mit 40-Kilowatt-Batterie und 150 PS wäre der Beweis, dass die Zukunft des Autofahrens vielleicht gar nicht so düster und langweilig ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Er wäre ein kleiner Funke Wahnsinn in einer Welt der Vernunft. Und genau das wollen wir.





