Stellen Sie sich eine Welt vor, in der Ihre Uhr nicht nur ein modisches Accessoire ist, sondern Teil eines komplexen mechanischen Ökosystems. Louis Vuitton x De Bethune haben gerade die LVDB-03 vorgestellt – ein Projekt, das die vergessene Kunst der „niedlichen“ Uhren wiederbelebt und so viel kostet wie eine ganze Flotte von Supercars.
Uhrmacherkunst ist ein seltsames Geschöpf. Meistens beschäftigen wir uns mit Millimetern, Zehntelsekunden und der Frage, ob die blaue Farbe des Zifferblatts „königlich“ genug ist. Dann kommt der Moment, in dem die beiden Modegiganten aufeinandertreffen. Louis Vuitton Und das unabhängige Genie von De Bethune, ein Konzept aus dem 18. Jahrhundert wiederzubeleben, das selbst für Königshöfe zu komplex war. So entstand Louis Vuitton x De Bethune.


Wir sprechen über das System. SympathischDas ist nicht nur ein Marketingname für eine neue Armbandfarbe. Es ist eine Uhr, die nicht nur ihr kleineres, am Handgelenk getragenes Schwestermodell auflädt, sondern es auch aktiv repariert und justiert. Kein WLAN, kein Bluetooth, nur pure, unverfälschte Mechanik, die an Magie grenzt.
Das Genie, das 35 Jahre lang schlief
Das Konzept der Sympathétique wurde 1795 von dem legendären Abraham-Louis Breguet erfunden. Die Idee war simpel, aber für die damalige Zeit technologisch absurd: Legt man seine Taschenuhr abends in die Halterung einer Tischuhr, zieht diese sie über Nacht auf, stellt die genaue Uhrzeit ein und reguliert ihr Uhrwerk. Es ist wie eine mechanische Ladestation für das iPhone, nur dass hier Zahnräder und Hebel statt Elektronen zum Einsatz kommen.

Der letzte Versuch einer ähnlichen Kreation liegt 35 Jahre zurück. Nun hat Denis Flageollet von De Bethune, wohl einer der größten lebenden Uhrmacher, mit Louis Vuitton ein solches Projekt in Angriff genommen. Das Ergebnis? Eine 10 Kilogramm schwere und 4 Millionen Euro teure Uhr.
Louis Vuitton x De Bethune LVDB-03 GMT: Titan, Meteoriten und eine Galaxie am Handgelenk
Die Uhr selbst, die Teil dieses Pakets ist, ist ein Meisterwerk für sich. Das Gehäuse misst 45 mm und besteht aus gebläutem Titan – jenem charakteristischen, leuchtenden Blau, für das De Bethune berühmt ist. Die Bandanstöße und die Krone sind aus Platin gefertigt, denn seien wir ehrlich: Bei einem so hohen Preis ist Titan einfach nicht prestigeträchtig genug.
Das Zifferblatt vereint zwei Welten. Der Rand ziert die markanten Louis-Vuitton-Ziffern, während das Zentrum einen Sternenhimmel von De Bethune zeigt, in dem winzige Weißgoldzeiger eine Konstellation in Form der Initialen „LV“ bilden. Im Inneren tickt das Kaliber DB2507LV mit fünf Tagen Gangreserve und einer sphärischen GMT-Anzeige, die sich zweimal täglich dreht. Sie ist elegant, technisch makellos und signalisiert: „Ich habe mehr Geld als Zeit.“


Eine Tischuhr, die eigentlich eine kinetische Skulptur ist.
Wenn die Uhr Sie nicht zu Fall bringt, dann die dazugehörige. Die LVDB-03 Sympathetique ist ein massives Stück aus Titan mit Meteoriteneinlagen. Ihr Uhrwerk besteht aus 763 Teilen – mehr als der Motor Ihres Autos.
Stellt man die Uhr in ihre Halterung unter die roségoldene Kuppel, beginnt ein mechanisches Ballett. Zehn Stunden lang zieht die Tischuhr die Armbanduhr auf und stellt alle zwei Stunden die Zeiger mechanisch über die Krone neu ein, um sie perfekt mit der Hauptuhr zu synchronisieren. Und das alles ohne einen einzigen Mikrochip.
Um das Ganze noch exklusiver zu gestalten, wurden handgravierte Szenen des belgischen Künstlers François Schuiten hinzugefügt. Dampflokomotiven, Ballons über Afrika, Bergsteiger – diese Motive rotieren in unterschiedlichen Geschwindigkeiten über das Zifferblatt. Dies ist nicht länger nur ein Zeitmesser, sondern ein sündhaft teures Heimkino für alle, die Netflix hassen.


Was kostet diese mechanische Fantasie?
Haltet eure Geldbeutel fest. Louis Vuitton Es werden lediglich zwölf Uhren gefertigt. Zehn davon werden einzeln für 375.000 Euro verkauft. Wer jedoch das komplette Set mit einer einzigartigen Tischuhr und einem Titangehäuse erwerben möchte, muss rund vier Millionen Euro bezahlen.
Ist das rational? Keineswegs. Aber es ist der Gipfel dessen, was wir Menschen im Jahr 2026 mit unseren Händen und unserer Fantasie vollbringen können. In einer Welt, in der unsere Smartphones unsere Zeit bestimmen, erinnert uns Louis Vuitton x De Bethune daran, dass ein wahrer Luxusartikel eigentlich eine Komplikation ist, die außer uns sprachlos zu machen keinen praktischen Nutzen hat.

Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie De Bethune Titan verarbeitet, um diese unglaubliche blaue Farbe zu erzielen? Das Ergebnis wird Sie überraschen.






