Seien wir ehrlich, Wohnmobile waren schon immer so etwas wie der Verwandte, den man zur Hochzeit einlädt, aber insgeheim hofft, dass er krank wird. Langsame, klobige, weiße Kisten, die Staus auf der Autobahn verursachen und aussehen, als wären sie zuletzt 1978 entworfen worden. Aber Honda, die Firma, die uns die besten Rasenmäher, Formel-1-Motoren und diesen seltsamen Motocompacto-Klapproller beschert hat, hat beschlossen: Jetzt reicht's! Sie haben die Honda Base Station vorgestellt. Und wisst ihr was? Zum ersten Mal in meinem Leben möchte ich einen Anhänger an die Anhängerkupplung hängen.
Honda hat diese Philosophie, die sie nennen "Maximaler Mensch, minimale Maschine". Es klingt wie Marketing-Bluffbis Sie dieses Wunder sehen. Honda Basisstation Es ist nicht einfach nur eine verkleinerte Version der Adria; es ist eine futuristische Kapsel, entwickelt von denselben Leuten in Kalifornien und Ohio, die uns die legendäre Motocompacta beschert haben. Anstatt bewährte Konzepte zu kopieren, orientierten sie sich an ihrer kommenden elektrischen 0-Serie, übernahmen deren klare, geschwungene Linien und schufen etwas, das aussieht, als wäre es direkt von einem SpaceX-Transporter gefallen.
Die wichtigste Information ist nicht die Farbe der Polsterung, sondern das Gewicht. Dieses Teil wiegt weniger als 680 Kilogramm. Warum ist das wichtig? Weil Sie dadurch keinen riesigen amerikanischen Pickup brauchen oder die Kupplung Ihres Diesels ruinieren müssen, um es zu ziehen. Sie können es mit einem Honda CR-V Hybrid, einem Toyota RAV4 oder sogar einem Elektroauto ziehen, ohne dass die Reichweite Ihres Akkus auf „bis zur nächsten Bäckerei“ sinkt.
„Das ist kein Wohnwagen für Leute, die gerne campen. Das ist ein Wohnwagen für Leute, die gerne Auto fahren und gelegentlich in der Natur übernachten möchten, ohne dabei wie Obdachlose auszusehen.“
Modularität: Lego für Erwachsene
Hier wird es richtig interessant – und typisch japanisch. Die Base Station hat fünf große Seitenfenster. Doch das sind nicht einfach nur Fenster. Es sind modulare Einheiten. Honda hat ein System entwickelt, mit dem man diese Fenster leicht entfernen und durch Zubehör ersetzen kann.
Sie wünschen sich eine Klimaanlage? Zack, Fenster austauschen. Brauchen Sie eine Außenküche mit Induktionskochfeld und fließendem Wasser? Klick, Modul einsetzen. Hätten Sie gern eine Außendusche, damit Sie nach drei Tagen in der Natur nicht stinken? Kein Problem.

Das ist genial. Anstatt unnötig schwere Ausrüstung mitzuschleppen, können Sie Ihren Anhänger optimal an Ihre Bedürfnisse anpassen. Und wenn Sie wieder zu Hause sind? Der Anhänger passt in eine normale Garage. So sparen Sie sich teure Winterlagerplätze an der Autobahn.
Innenraum: Überraschend geräumige Kapsel
Es wirkt von außen kompakt, aber wenn man das Dach hochklappt (Pop-up-Mechanismus), erreicht man eine Höhe von 2,13 Metern. Genug, um darin stehen zu können, ohne schwindelig zu werden. Im Inneren befindet sich ein Futon-Sofa, das sich zu einem Queensize-Bett ausklappen lässt, und optional kann man ein Etagenbett für die Kinder hinzufügen. So können bis zu vier Personen darin schlafen, wenn man möchte.

Weil wir im Jahr 2026 lebenDas Dach ist natürlich mit Solarzellen bedeckt, die einen eingebauten Lithium-Akku aufladen. Dieser versorgt all Ihre Geräte, die Induktionsbeleuchtung und die supercoolen Ambiente-Lichtringe um die Fenster mit Strom, deren Farbe Sie individuell anpassen können. Honda sagt, das solle das Campen bei Nacht erleichtern, aber wir wissen doch alle, dass es darum geht, Ihren Wohnwagen in neonblauem „Cyberpunk“-Look auf Instagram erstrahlen zu lassen.





