Zwei Dinge hat uns in den letzten Jahren nichts gelehrt. Erstens fallen ihre Telefone immer auf. Und zweitens nicht immer so, wie es sich jeder wünscht. Nun ist vom Nothing Phone (3a) Pro die Rede, das mehr verspricht, doch die Frage bleibt: Wird dies endlich ein erschwinglicher Flaggschiff-Killer oder nur ein weiteres interessantes Telefon, das die Erwartungen nicht erfüllen wird?
Design Nichts Telefon (3a) Pro sollte erkennbar bleiben. Ein transparentes Gehäuse, ein minimalistischer Industrie-Look und natürlich das berühmte Glyph-Interface, das mit 26 adressierbaren Beleuchtungszonen offenbar noch individueller anpassbar sein wird. Dies bedeutet mehr Optionen zum Personalisieren von Benachrichtigungen, zusätzliche Funktionen beim Aufnehmen von Fotos und natürlich den kultigen futuristischen Look, den Nothing-Fans so sehr schätzen. Das Telefon soll über ein 6,77 Zoll großes AMOLED-Display mit einer Bildwiederholfrequenz von 120 Hz und einer Spitzenhelligkeit von 3.000 Nits verfügen, was auch bei direkter Sonneneinstrahlung für eine hervorragende Lesbarkeit sorgen soll. Als Schutz wird Pandaglas erwähnt, was besser ist als nichts, viele Leute würden jedoch lieber Gorillaglas Victus sehen.
Snapdragon 7s Gen 3 – zum Start gut genug oder nicht gut genug?
Es gibt eine Frage zur Kapazität. Der Snapdragon 7s Gen 3, der dieses Modell antreiben soll, stellt zwar nicht gerade die Speerspitze der Technik dar. Es handelt sich um einen Mittelklasse-Prozessor, der alltägliche Aufgaben bewältigen kann, aber wenn Nothing wirklich auf das "Pro"-Segment abzielt, würden wir etwas Leistungsstärkeres erwarten, sagen wir Löwenmaul 8 Gen 2 oder eines aus der neueren Dimensity-Serie. Dennoch versprechen 12 GB RAM und 256 GB nicht erweiterbarer Speicher ein recht ordentliches Erlebnis.
50 MP nach allen Seiten – folgt endlich die Qualität der Quantität?
Auf dem Papier sehen die Kameras beeindruckend aus. Die Rede ist von einer 50 MP-Hauptkamera mit optischer Bildstabilisierung, einem 50 MP-Periskopobjektiv mit 3-fach optischem Zoom und einem 8 MP-Ultraweitwinkelsensor. Aber Zahlen sind nicht alles. Die Telefone von Nothing waren bisher nicht für ihre erstklassige Fotoverarbeitung bekannt, daher wird die entscheidende Frage sein, ob die diesmalige Softwareoptimierung gut genug sein wird, damit die Kamera wirklich mit den Besten in dieser Preisklasse konkurrieren kann. Die Frontkamera soll 50 MP haben, was fast übertrieben ist, aber eine außergewöhnliche Qualität für Selfies und Videoanrufe bedeuten könnte.
Schnelles Laden? Großartig! Kabelloses Laden? Wo ist es?
Zu den Stärken dürfte der Akku zählen. Die Kapazität von 5000 mAh verspricht ganztägige Autonomie und durch die Schnellladung mit 50 W sollte das Telefon in weniger als 20 Minuten die halbe Kapazität erreichen und in weniger als einer Stunde vollständig aufgeladen sein. Etwas überraschend ist der Verzicht auf kabelloses Laden, was für ein Modell mit dem Zusatz „Pro“ vielleicht eine ungewöhnliche Entscheidung ist.
Nothing OS – minimalistische Eleganz oder einfach nur fehlende Features?
Software wird mit ziemlicher Sicherheit eines der größten Vermögenswerte sein. Nothing OS 3.1, basierend auf Android 15, verspricht ein minimalistisches Erlebnis ohne unnötige Apps und unnötige Bloatware. Erwähnt wird auch die Integration der „Circle to Search“-Funktion von Google, mit der sich durch eine einfache Kreisbewegung mit dem Finger schnell nach beliebigen Inhalten auf dem Bildschirm suchen lässt. Wenn Nothing regelmäßige Updates und gute Optimierung verspricht, könnte dieses Telefon auf lange Sicht eine gute Wahl sein.
Bringt das Nothing Phone (3a) Pro wirklich etwas… also, etwas?
Und nun die entscheidende Frage: Ist das Nothing Phone (3a) Pro Ihre Aufmerksamkeit wirklich wert? Liegt der Preis unter 500 Euro, dann könnte es sich um eines der besten Handys dieser Klasse handeln. Nähert es sich jedoch der 600-Euro-Marke oder übersteigt sie sogar, wird es mit seinem Prozessor und dem Fehlen einiger Flaggschiff-Funktionen schwer haben, mit Handys wie dem Galaxy S23 FE oder Pixel 7a zu konkurrieren. Wie immer bei Nothing hängt alles davon ab, wie gut sie ihren Hype rechtfertigen können.