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Friseurin verrät: So gelingt es, mit der Haarfarbe 100 % graue Haare abzudecken und ein Auswaschen zu verhindern!

Technik zum vollständigen Abdecken grauer Haare

Foto: Envato

Graues Haar stellt beim Färben oft eine frustrierende Herausforderung dar, da die Farbpigmente schnell auswaschen oder nicht optimal haften. Viele führen das unbefriedigende Ergebnis fälschlicherweise auf die Qualität der gewählten Farbe oder den falschen Farbton zurück, doch die wahre Ursache liegt in der besonderen Biologie und Anatomie grauer Haare. Dies erfordert einen individuell angepassten chemischen und technischen Ansatz, der bei klassischen, routinemäßigen Färbemethoden oft unbewusst vernachlässigt wird.

Um Farbverblassen und durchscheinende Strähnen zu vermeiden, müssen Sie nicht unbedingt den teuersten Salon aufsuchen. Indem Sie die sogenannten „glasartige“ Strukturen von grauem Haar Mit einer einfachen Vorpigmentierungstechnik, die professionelle Coloristen täglich anwenden, können Sie selbst eine perfekte und langanhaltende Farbpigmentierung erzielen. Im Folgenden zeigen wir Ihnen die genauen Schritte für makellose Ergebnisse ohne unnötige Schädigung der Haarstruktur.

Strukturelle Besonderheiten von grauem Haar

Der Hauptgrund für die mangelhafte Berichterstattung graue Haare Der Grund liegt in ihrer veränderten physikalischen Struktur. Graues Haar ist von Natur aus viel glatter und besitzt eine extrem geschlossene Kutikula (die äußere, schuppige Schicht des Haares). In der Friseursprache wird dieses Phänomen als „glasige“ Haarstruktur bezeichnet. Da die äußere Schicht so dicht geschlossen ist, können künstliche Farbpigmente nur schwer in die Cortex, also die mittlere Schicht des Haares, eindringen, wo der eigentliche Färbeprozess stattfindet. Daher reicht es oft nicht aus, einfach eine herkömmliche Farbmischung aufzutragen, um die gewünschte Farbintensität zu erzielen, unabhängig von der verwendeten Pigmentmenge.

Foto: envato

Wasserstoffperoxid-Vorpigmentierungsmethode

Die effektivste professionelle Lösung gegen hartnäckiges graues Haar ist die Vorpigmentierung. Dabei wird vor dem eigentlichen Färben reines Wasserstoffperoxid gezielt angewendet. Etwa zehn Minuten vor dem Färben wird das reine Wasserstoffperoxid direkt auf die trockenen, größtenteils grauen Strähnen aufgetragen. 3 % oder 6 % EntwicklerDurch diesen chemischen Prozess wird die fest geschlossene Schuppenschicht des Haares erfolgreich aufgeweicht und geöffnet, wodurch das Haar für die Farbaufnahme vorbereitet wird.

Es ist sehr wichtig, das Peroxid vor dem Färben nicht auszuspülen. Trocknen Sie Ihr Haar einfach kurz und leicht mit einem Föhn und tragen Sie die gewählte Farbmischung anschließend direkt auf. Um beim Färben grauer Haare eine optimale Öffnung der Schuppenschicht zu erzielen, empfehlen Experten die Verwendung von 6 % Wasserstoffperoxid (20 Vol.) in der Farbmischung. Diese Konzentration gewährleistet ein effektives Eindringen in die Glasstruktur, ohne die natürliche Haarfarbe übermäßig aufzuhellen und die Haarstruktur zu erhalten.

Strategische Anwendung und Anpassung der Betriebszeit

Die Art des Farbauftrags hat einen wesentlichen Einfluss auf die endgültige Gleichmäßigkeit des Farbtons. Die Farbmischung sollte zunächst ausschließlich auf die Bereiche mit dem höchsten Grauanteil aufgetragen werden – in den meisten Fällen sind dies die Gesichtspartie und die Schläfen. Diese Vorgehensweise gewährleistet, dass die Farbe auf den widerstandsfähigsten Stellen am längsten hält.

Foto: envato

Beim Färben grauer Haare muss die Einwirkzeit angepasst werden. Die in allgemeinen Gebrauchsanweisungen angegebenen Standardzeiten reichen oft nicht aus, um das Haar vollständig zu durchdringen. Für eine optimale und langanhaltende Deckkraft empfiehlt es sich, die Einwirkzeit um 5 bis 10 Minuten zu verlängern. Die Gesamtbehandlungszeit sollte daher etwa 45 Minuten betragen, außer in seltenen Fällen, in denen der Hersteller ausdrücklich von einer Verlängerung abrät.

Thermische Beschleunigung und ordnungsgemäße Nachsorge

Der physiologische Prozess des Öffnens der Schuppenschicht und der Pigmentaufnahme kann durch kontrollierte Wärmezufuhr weiter beschleunigt werden. Schützen Sie das Haar nach der Anwendung mit einer Plastikhaube und erwärmen Sie es einige Minuten lang mäßig mit einem Föhn. Die Wärmeenergie wirkt als Katalysator und erleichtert und beschleunigt das Eindringen der Farbpigmente in die tieferen Haarschichten deutlich.

Nach der chemischen Behandlung und dem Ausspülen der Farbe ist eine sorgfältige Pflege entscheidend, um ein zu schnelles Auswaschen der Pigmente zu verhindern. Für die langfristige Farberhaltung grauer Haare ist die regelmäßige Anwendung sulfatfreier Shampoos unerlässlich. Sulfate sind starke und aggressive Reinigungsmittel, die künstliche Farbpigmente schnell aus dem Haar entfernen. Die Kombination aus sanfter Reinigung und der Anwendung professioneller Masken mit niedrigem pH-Wert fixiert die Farbe, schließt die Schuppenschicht und sorgt für eine lang anhaltende Deckkraft ohne Verblassen.

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