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Xiaomi Tag: Der smarte Tracker, der Apple AirTag in den Schatten stellte und zwei Welten zusammenbrachte

Das Ende des Krieges zwischen den iOS- und Android-Ökosystemen.

Foto: Xiaomi

Stellen Sie sich eine Welt vor, in der Technologie Sie nicht zwingt, sich für eine Seite zu entscheiden. Wo Sie keine sündhaft teure Lederhülle für Ihren Schlüsselbund brauchen. Der Xiaomi Tag ist genau das. Ein kleines Stück Plastik, das unauffällig und elegant die größten Schwächen der Smart-Tracker-Branche löst. Endlich etwas, das einfach funktioniert.

Smarte Tracker. Kleine Plättchen, die in den letzten Jahren für jeden Ablenkbaren unverzichtbar geworden sind. Apple verkaufte uns den AirTag und damit die geniale Idee, mit einer Milliarde iPhones weltweit das ultimative Suchnetzwerk zu schaffen. Aber Apple, ganz Apple, gestaltete den Tracker natürlich komplett glatt und ohne Öse für einen Anhänger, um anschließend ein Stück Silikon oder Leder zum dreifachen Preis des Trackers selbst zu verkaufen. Währenddessen ertrank die Android-Community im Chaos hunderter verschiedener, nur halb funktionierender Apps. Dann betrat er die Bühne. Xiaomi Tag.

Ein Design, das endlich den gesunden Menschenverstand einsetzt.

Ein Blick auf die Spezifikationen lässt vermuten, dass Xiaomi einfach die Beschwerden der AirTag-Nutzer abgehakt und jeden einzelnen Punkt erfüllt hat. Da wäre zunächst das Design. Der Xiaomi Tag misst extrem kompakte 46,5 x 31 x 7,2 mm und wiegt nur wenige Gramm. 10 GrammAber was wirklich zählt, ist die integrierte Öse. Man kann den Tracker einfach am Schlüsselbund oder am Rucksackreißverschluss befestigen. Kein Schnickschnack. Reiner Verstand siegt über Gier.

Foto: Xiaomi

Leistung und Akku: Vergessen Sie Kabel und Ladegeräte.

Natürlich können wir bei einem Smart-Tracker nicht von Höchstgeschwindigkeit oder Rechenleistung sprechen. Seine einzige Aufgabe ist es, Ihnen den Tag zu retten und Panik zu vermeiden, wenn Sie fünf Minuten vor Ihrer Abreise zum Flughafen verzweifelt nach Ihren Schlüsseln suchen. Wenn man seine „Geschwindigkeit“ messen müsste, wäre sie exakt dieselbe wie die des Objekts, an dem er befestigt ist – sei es Ihre Tasche im Taxi oder ein verlorener Koffer auf dem Gepäckband am Flughafen.

Noch wichtiger ist jedoch die Stromversorgung. Wir leben in einer Welt, in der wir von Steckdosen abhängig geworden sind und unsere Handys, Smartwatches und sogar Kopfhörer jeden Abend aufladen müssen. Daher ist es eine echte Erleichterung, dass der Xiaomi Tag kein zusätzliches Kabel benötigt.

Es wird mit einer ganz normalen, flachen Knopfzelle (Modell CR2032 mit einer Kapazität von ca. 225 mAh) betrieben, die man für ein oder zwei Euro in jedem Geschäft kaufen kann. Und die Ladezeit? Sie beträgt exakt zehn Sekunden. Man nimmt eine Münze, öffnet die Plastikabdeckung auf der Rückseite, tauscht die Batterie aus, und schon ist das Problem gelöst. Mit einer einzigen Batterie funktioniert der Tracker etwa ein Jahr lang. Diese Einfachheit brauchen wir in unserer heutigen, komplexen Technologiewelt dringend.

Foto: Xiaomi

Die Vereinbarkeit zweier Welten und was fehlt

Was den Xiaomi Tag jedoch wirklich von der Konkurrenz abhebt, ist seine Software und Kompatibilität. Er unterstützt beide Netzwerke. Google Android Find Hub (für Geräte mit Android 9 oder höher) sowie das Netzwerk Apple „Meine Suche“ (Für iPhone und iPad mit iOS 14.5 oder iPadOS 14.5 oder neuer.) Wählen Sie bei der Ersteinrichtung einfach Ihr Ökosystem aus, und Ihr Gerät ist bereit für die Suche.

Die Verbindung erfolgt über Bluetooth 5.4, und es ist außerdem ein NFC-Modul integriert. Sollte Ihr verlorener Gegenstand von einem ehrlichen Finder gefunden werden, kann dieser ihn einfach an sein Smartphone halten und Ihre Kontaktdaten im „Verloren-Modus“ sofort auslesen. Das Gehäuse ist selbstverständlich nach IP67 zertifiziert, was bedeutet, dass es das Eintauchen in Wasser, Staub und gelegentliches Waten durch Schlamm ohne größere Probleme übersteht.

Foto: Xiaomi

Um den Preis niedrig zu halten, mussten die Ingenieure von Xiaomi natürlich Abstriche machen. Die in Europa erhältliche Version verfügt nicht über einen Ultrabreitband-Chip (UWB). Das bedeutet, dass Sie auf den praktischen Pfeil auf Ihrem Smartphone-Bildschirm verzichten müssen, der Sie präzise zu den unter dem Sofakissen versteckten Schlüsseln führt. Stattdessen müssen Sie sich mit dem altmodischen, aber lauten Ton des eingebauten piepelektrischen Lautsprechers begnügen, der so lange piept, bis Sie gefunden haben, wonach Sie suchen.

Um die Meinungen vieler Technikbegeisterter zusammenzufassen und meine persönliche, etwas zynische, aber stets pragmatische Sichtweise hinzuzufügen: Der Xiaomi Tag ist das Produkt, das Apple eigentlich von Anfang an hätte auf den Markt bringen sollen, wenn es nicht so besessen von absurden Gewinnspannen bei seinem Zubehör wäre. Ich habe 16 Euro pro Stück bezahlt. Für 50 Euro für eine Viererpackung ist der Kauf dieser kleinen Plastikfliese ein absoluter Gewinn.

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