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Commodore Callback 8020: Ein Retro-Klapphandy ohne soziale Netzwerke, ohne Browser – az 99 % Android-Apps

Digital Detox-Telefon

Foto: Kommodore

Was wäre, wenn Commodore – ein Name, der bei Technik-Nostalgikern der alten Schule noch immer Erinnerungen an Plastik, Röhrenbildschirme und endlose Spiele-Downloads weckt – ein Handy für das Jahr 2026 entwickeln würde? Die Antwort ist das Commodore Callback 8020, ein Retro-Klapphandy, das irgendwo zwischen Smartphone und digitalem Einsiedler angesiedelt ist. Kurz gesagt: intelligent genug, um dich nicht in den 90ern zurückzulassen, und eingeschränkt genug, um nicht von Instagram verschluckt zu werden, während du auf deinen Kaffee wartest.

Commodore Rückruf 8020 ist ein Linux-Telefon mit Klappgehäuse, einer physischen T9-Tastatur und einer sehr klaren Botschaft: Keine sozialen Netzwerke, kein Browser, keine E-Mail-Anwendungen für die Arbeit.Andererseits soll es ja immer noch fahren. 99 % Android-AppsDas heißt, es ist kein komplett simples Handy, sondern eine etwas kultiviertere Reaktion auf die digitale Reizüberflutung. Eine digitale Auszeit, aber mit LTE, GPS und einer Sony-Kamera. Denn selbst Minimalismus braucht heutzutage anscheinend 48 Megapixel.

Foto: Kommodore

Commodore Callback 8020: Ein Handy für alle, die sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren wollen.

Commodore präsentiert den neuen Callback 8020 als sein erstes eigenständiges Produkt der neuen Ära – ein Gerät, das der Philosophie folgen soll, dass die Technologie dem Menschen dienen und nicht der Mensch dem Algorithmus. Klingt gut. Fast schon gefährlich vernünftig.

Die Idee entstand angeblich aus der persönlichen Erfahrung von Commodore-Präsident und CEO Peri Fractico, der, wie er selbst sagt, nach einer Lösung für seine Handysucht suchte. Nachdem er auf ein Android-Klapphandy umgestiegen war, beobachtete er, was funktionierte, was nicht und was sich die Nutzer wirklich wünschten. Das Ergebnis ist das Callback 8020 – ein Gerät, das als „perfekter Mittelweg“ zwischen einem einfachen Handy und einem Smartphone gilt.

Und dieser Mittelweg ist durchaus interessant.

Kein TikTok, kein Browser, keine Büropanik

Das herausragendste Merkmal des Telefons ist seine Software. Das Callback 8020 basiert auf Linux, höchstwahrscheinlich auf einer angepassten Version eines Systems ähnlich wie … Jolla Sailfish OS, das für seine Kompatibilität mit Android-Anwendungen bekannt ist.

Commodore fügte jedoch eine wichtige Wendung hinzu: Das System sollte eigentlich Harte Sperren für die Installation von Browsern und Social-Media-AppsDas bedeutet, dass das Telefon grundsätzlich nicht dafür ausgelegt ist, endlos durch Feeds zu scrollen, sich in endlosen Doomscrolling-Sessions zu verlieren und plötzlich zwei Stunden seines Lebens mit Videos von Leuten zu verbringen, die Wassermelonen mit einem Schwert zerschneiden.

Foto: Kommodore

Der Nutzer ist jedoch nicht völlig auf digitale Einschränkungen beschränkt. Das Callback 8020 soll das Sideloading von APK-Dateien ermöglichen, mit Ausnahme gesperrter Apps. Commodore beschreibt das Gerät als ein ruhigeres, funktionaleres Telefon – für Anrufe, Nachrichten, Musik, Navigation und wichtige Apps. Kurz gesagt: ein Telefon, das produktives Arbeiten ermöglicht.

Hardware: Retro-Look, überraschend modernes Interieur

Obwohl das Callback 8020 wie eine nostalgische Hommage an die Telefonanlagen der frühen 2000er-Jahre aussieht, ist sein Innenleben alles andere als ein Museumsstück. Das Telefon wird angetrieben von MediaTek Helio G81, und neben ihm sind 4 GB RAM und 64 GB SpeicherplatzEs sollte auch enthalten sein. 32 GB microSD-Karte, was auf charmante Weise retro-praktisch ist – als hätte jemand dem Ganzen ein bisschen gesunden Menschenverstand hinzugefügt.

Das Telefon unterstützt globale LTE-Konnektivität, W-lan, Bluetooth und GPS, hat aber auch zwei SIM-SteckplätzeDie Rückseite ist abnehmbar und ermöglicht so den Akkuwechsel, den Zugriff auf die microSD-Karte und die SIM-Karten. Ja, ein austauschbarer Akku. Im Jahr 2026. Jemand sollte das den großen Herstellern mitteilen, aber bitte mit Bedacht, damit sie keinen Kulturschock erleben.

Foto: Kommodore

Auf der Außenseite des geschlossenen Telefons befindet sich ein kleines Display, das Uhrzeit und Akkustand anzeigt, sowie ein farbiges LED-Benachrichtigungssystem. Beim Öffnen des Telefons wird man begrüßt von 3,25-Zoll-IPS-Display mit Auflösung 480 x 640 Pixel, Selfie-Kamera und eine klassische physische Tastatur mit einer speziellen Commodore-Taste.

Auf der Rückseite befindet sich 48-Megapixel-Sony-Kamera mit BlitzDas ist für ein Handy dieser Art ziemlich ambitioniert. Wir erwarten keine Fotowunder wie bei High-End-Smartphones, aber für Alltagsfotos, Dokumente, Reiseaufnahmen und Momente, in denen man sagen möchte: „Seht her, ich habe wirklich ein Commodore-Handy!“, ist es mehr als ausreichend.

Ton, FM-Radio und Commodore SID-Melodien

Commodore hat die Audio-Nostalgie nicht vergessen. Der Callback 8020 soll über audiophiler DACDie Unterstützung für HD-Audio und verlustfreie Dateien sowie kabelgebundene HQ-IEM-Kopfhörer sollen ebenfalls im Lieferumfang enthalten sein. Das Telefon verwendet ESS- und Cirrus-Logic-Audiochips und unterstützt außerdem … UKW-Radio.

Foto: Kommodore

Eine besondere Süßigkeit? Commodore SID-KlingeltöneAn dieser Stelle wird ein Teil der Nutzer leise eine Träne vergießen, während der Rest sich fragt: „Warum klingt mein Handy wie ein Spiel aus dem Jahr 1985?“ Beides sind nachvollziehbare Reaktionen.

Spiele? Klar. Sogar Snake.

Der Callback 8020 soll mit einer Auswahl klassischer und moderner „mindful“ Commodore 64-Spiele ausgeliefert werden. Commodore verspricht außerdem… SchlangeDenn ein Klapphandy ohne Snake macht ungefähr so viel Sinn wie ein entkoffeinierter Espresso – technisch gesehen existiert es zwar, aber wozu?

Es ist ein interessanter Kompromiss: Das Smartphone fördert keine App-Sucht, bietet aber dennoch ein wenig spielerische Nostalgie. Eher etwas für kurze Pausen als für nächtliche, algorithmische Ablenkungen.

Foto: Kommodore

Farben und Preis: Ab 499 $

Der Commodore Callback 8020 wird in fünf Retro-Farbvarianten erhältlich sein:

ProtoPET Weiß, SX Silber, BASIC Beige, Starlight Edition und Gold Gründer-Edition.

Der Preis beginnt bei 499 DollarBerichten zufolge können Nutzer auf der Warteliste 50 Dollar sparen. Vorbestellungen sind ab sofort möglich, so die Quelle. 30. Juni um 10:00 Uhr MESZ.

499 Dollar für ein Handy ohne Browser oder soziale Medien klingen vielleicht paradox. Aber genau das ist der Punkt: Man zahlt nicht für mehr Bildschirmrauschen, sondern für weniger. In einer Zeit, in der uns Handys endlose „Konnektivität“ versprechen, verkauft Commodore etwas Selteneres: die Möglichkeit, dass das Handy einen in Ruhe lässt.

Fazit: Ein Retro-Handy für moderne, genervte Menschen

Das Commodore Callback 8020 ist nicht für jeden geeignet. Wer ständig TikTok, Slack, Gmail und zehn geöffnete Browser-Tabs nutzt, wird es wahrscheinlich schon nach fünf Minuten nerven. Wer aber ein Gerät sucht, mit dem man telefonieren, Nachrichten schreiben, Musik abspielen und die wichtigsten Apps nutzen kann, ohne ständig Aufmerksamkeit zu erregen, für den ist das Callback 8020 eines der interessantesten Handys des Jahres.

Das ist nicht nur ein Retro-Spielzeug für nostalgische Technikfans. Es ist auch ein ziemlich deutlicher Kommentar zur modernen Mobilfunkbranche: Vielleicht brauchen wir kein weiteres Smartphone mit größerem Bildschirm, mehr KI-Funktionen und noch aggressiveren Benachrichtigungen. Vielleicht brauchen wir ein Smartphone, das sich einfach zuklappen lässt. Im wahrsten Sinne des Wortes.

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