Zum 145-jährigen Jubiläum konzentriert sich Seiko nicht nur auf Taucheruhren, sondern verleiht auch der Presage Classic-Linie Prestige. Das Starmodell ist die HCC007 mit ihrem ersten Zifferblatt aus handveredeltem, kobaltblauem Arita-Porzellan, während die kleinere 36-mm-HCC004 mit ihrer seidigen Oberfläche die perfekte Eleganz für jeden Tag bietet.
Letzte Woche sprachen wir alle über neue Taucheruhren. ProspexMit dieser Uhr feiert Seiko sein ehrwürdiges 145-jähriges Bestehen. Aber anscheinend sind sie in Tokio Seiko hat noch ein Ass im Ärmel. Die Presage-Linie hat sich still und leise zum interessantesten Teil des Seiko-Angebots in dieser Preisklasse entwickelt. Während die robusten Prospex-Uhren und die geländegängigen Seiko 5 Sports-Modelle die meiste Aufmerksamkeit der Medien auf sich ziehen (und seien wir ehrlich, wir tragen auch unseren Teil dazu bei), ist die Presage zu einem wahren Spielplatz traditioneller japanischer Handwerkskunst geworden: Urushi-Lack, Shippo-Emaille und natürlich Arita-Porzellan.
Modell HCC007 und HCC004 Diese Erfolgsserie wird fortgesetzt, wobei beide Modelle stark auf jenen besonderen Kobaltton setzen, der die Identität von Seiko seit den 1960er Jahren prägt.

Porzellan, aber in Kobaltblau
Modell HCC007 Sie ist zweifellos der Star der Show. Arita-Porzellan kennen wir natürlich schon von Presage-Uhren, aber immer und ausschließlich in Weiß. Diesmal ist es Seiko erstmals gelungen, eine tiefdunkle, satte kobaltblaue Variante zu kreieren. Offenbar experimentierte das Team jahrelang mit der Glasur, um das radiale Muster unter all dem Pigment sichtbar zu machen.
Jedes Zifferblatt wird in Arita von Hand veredelt. Der Prozess findet unter der Aufsicht von Meister Hiroyuki Hashiguchi statt, die Ausführung übernehmen Toshiaki Kawaguchi und sein Team in einer Werkstatt, die seit 1830 Porzellan brennt. Das Ergebnis? Ein Zifferblatt mit subtilen Farbverläufen, die sich je nach Lichteinfall verändern. Kein Zifferblatt gleicht dem anderen – und genau darin liegt die Essenz höchster Handwerkskunst.


Ein neues Gehäusedesign für eine neue Ära
Passend zum neuen, hochwertigeren Zifferblatt hat Seiko der HCC007 ein komplett neues Design verpasst, das derzeit in der gesamten Presage-Linie einzigartig ist. Sie misst 39,6 Millimeter im Durchmesser und 12,8 Millimeter in der Dicke. Dank der geschwungenen Bandanstöße und der markanten Lünettenkontur wirkt das Gehäuse deutlich individueller als die Standard-Presage-Silhouette.
Das Gehäuse ist mit Saphirglas geschützt, und ein Glasboden gibt den Blick auf den Rotor des Uhrwerks frei. Im Inneren tickt das Kaliber 6R51, ein modernes Automatikwerk mit 72 Stunden Gangreserve, das auch das kleinere Modell HCC004 antreibt. Obwohl Seiko mit diesem Uhrwerk nicht die extremen Präzisionsspezifikationen seiner anderen Modelle anstrebt, Grand SeikoFür eine Uhr, die nur einen Bruchteil dessen kostet, was ihr „großes Schwestermodell“ verlangt, ist dies ein absolut respektables und zuverlässiges Uhrwerk.
Ein versteckter Favorit für den Alltag
Während die Porzellanuhr HCC007 die Titelseiten von Magazinen und die Aufmerksamkeit von Sammlern auf sich ziehen wird, ist die HCC004 ein absolutes Muss. Mit einem Durchmesser von 36 Millimetern und einer Dicke von 12,5 Millimetern entspricht dieses Modell genau der Größe, die sich Liebhaber klassischer Vintage-Uhren seit Langem wünschen. Die fein geriffelte Lünette verleiht ihr eine besondere Haptik, die in dieser Preisklasse ungewöhnlich ist.
Das Zifferblatt ist von „Shironeri“ inspiriert, einem besonderen cremeweißen Farbton, der bei der Veredelung von Rohseide entsteht. Es wirkt wie ein sanfter, radialer Sonnenstrahl, dessen applizierte blaue Indizes und geschwungene blaue Zeiger perfekt mit der Farbgebung der größeren Uhr harmonieren. Hinzu kommt die Wasserdichtigkeit von 100 Metern (im Vergleich zu nur 30 Metern bei der HCC007), wodurch die HCC004 zweifellos eine Uhr ist, die man bedenkenlos jeden Tag tragen kann.

Endgültiges Urteil: Ein Schweizer Albtraum aus einem japanischen Ofen
Wenn wir eine Linie ziehen, Seiko Zum 145-jährigen Jubiläum setzt das Unternehmen ein klares Zeichen: Man braucht keine prestigeträchtige Schweizer Adresse, um eine Uhr herzustellen, die den Blick fesselt. Und zwar nicht, weil man sich für die genaue Zeit interessiert.
Modell HCC007 Für 1.700 US-Dollar bietet sie ein traditionell handgefertigtes Zifferblatt, das etablierten europäischen Marken schnell einige Nullen mehr einbringen würde. Zwar werden Sie damit nicht gerade die Tiefen des Meeres erkunden – 30 Meter Wasserdichtigkeit reichen kaum für das ausgiebige Händewaschen nach einem deftigen Sonntagsessen –, aber für solche Unternehmungen besitzen Sie wahrscheinlich bereits eine robuste Uhr in Ihrer Schublade. Prospex.
Die kleinere HCC004 hingegen ist für rund 1.000 Euro ein wahrhaft „unauffälliges Luxusstück“. Sie ist die perfekte Wahl für alle, die dezente und zugleich technisch anspruchsvolle Eleganz suchen und dabei nicht auf Alltagstauglichkeit verzichten möchten.
Mit diesen beiden Modellen beweist Seiko eindrucksvoll, dass man sich auch nach fast anderthalb Jahrhunderten nicht auf seinen Lorbeeren ausruht, sondern sie lieber bei 1300 Grad Celsius im Porzellanofen brennt. Die Tradition erstrahlt dabei in neuem, attraktivem Kobaltblau. Sammler, haltet eure Geldbörsen bereit!






