Wird Ihr Lavendel im Garten holzig, spärlich und unansehnlich? Anstatt neue Setzlinge zu kaufen, wenden Sie einen einfachen Gärtnertrick an. Durch konsequentes Zurückschneiden und die richtige Vermehrung können Sie aus einem einzigen Strauch ein ganzes Feld duftender Pflanzen erschaffen.
Die meisten Hobbygärtner machen das mit Lavendel. ein fataler Fehler – Sie pflanzen es und lassen es dann von selbst wachsen.
Das Ergebnis? Nach einigen Jahren verwandelt sich der schöne Busch in ein altes, verholztes Gebüsch mit einigen seltenen Exemplaren. Blumen Ganz oben, und darunter befindet sich eine klaffende Leere und trockenes Holz.
Lavendel ist keine Pflanze, die Vernachlässigung verträgt. Er benötigt regelmäßigen und fachgerechten Rückschnitt, um eine dichte, runde Form und Tausende von Blüten zu erhalten. Noch besser: Das abgeschnittene Material muss nicht auf den Kompost. Mit etwas Grundwissen Vermehrung durch Stecklinge Aus diesem „Abfall“ lassen sich Dutzende neuer, kräftiger Setzlinge ziehen.
Wie kann man Lavendel verjüngen und gleichzeitig vermehren?

Regel Nummer eins: Schneide niemals in altes Holz.
Es gibt eine goldene Regel beim Lavendelschneiden, die man niemals brechen sollte. Wenn Sie die Schere in die Hand nehmen, Schneiden Sie immer nur den grünen, weichen Teil der Pflanze ab.Schneide niemals tief in den alten, braunen, holzigen Teil des Busches ein.
Lavendel treibt nicht aus altem Holz aus. Schneidet man den Strauch zu tief in den braunen Bereich zurück, stirbt dieser Teil der Pflanze ab. Korrekter Schnitt Dies geschieht etwa zwei bis drei Zentimeter oberhalb des verholzten Teils – so bleibt eine grüne Basis erhalten, aus der der Strauch üppig nachwachsen kann.
Die Auswahl des perfekten Stecklings zur Vermehrung
Wenn Sie Lavendel schneiden (am besten im Frühling, wenn er zu knospen beginnt, oder im Spätsommer nach der Blüte), nutzen Sie die Gelegenheit zur Vermehrung. Für neue Sämlinge Nicht verwenden Stängel, die bereits Blütenknospen tragen. Die Pflanze würde ihre gesamte Energie in die Blüte anstatt in die Wurzelentwicklung investieren.
Finden Sie die sogenannten „Blindschüsse“ – Das sind kräftige, grüne Stängel ohne Blüten. Schneiden Sie etwa 10 Zentimeter langer TriebAm besten reißt man sie vom Hauptstamm ab, indem man sie vorsichtig nach unten zieht und dabei ein kleines Stück ältere Rinde am unteren Ende zurücklässt.
Vorbereitung zum Pflanzen: Überschüssiges Gewicht entfernen
Sobald Sie Ihren 10 cm langen Steckling in der Hand halten, müssen Sie ihn für die Bewurzelung vorbereiten. Entfernen Sie vorsichtig von Hand alle Blätter von der unteren Hälfte des Stängels (etwa 4 bis 5 cm).
Der Unterkörper muss vollständig nackt sein. Die im Boden vergrabenen Blätter verrotten schnell und zerstören die gesamte Pflanze. Die oberen Blätter sollten jedoch erhalten bleiben, da der Steckling sie für die Photosynthese benötigt.

Boden und Feuchtigkeit: Das Geheimnis für erfolgreiches Wurzelwachstum
Lavendel verträgt keine Staunässe, daher ist die Wahl des richtigen Substrats entscheidend. Mischen Sie normale Blumenerde mit grobem Sand oder Perlit im Topf. im Verhältnis 1:1Diese Mischung sorgt für optimale Drainage. Stecken Sie den Steckling mit dem haarlosen Ende bis zu den ersten Blättern in die Erde.

Drücken Sie die Erde um den Stängel gut an und gießen Sie die Pflanze an. Um ein Austrocknen zu verhindern, können Sie einen durchsichtigen Plastikbeutel oder eine abgeschnittene Plastikflasche über den Topf stülpen – dadurch entsteht eine … Mini-GewächshausStellen Sie den Topf an einen hellen Ort, aber nicht in die direkte, pralle Sonne. Achten Sie auf mäßige Luftfeuchtigkeit; die Erde sollte feucht, aber niemals nass sein.
Gärtnern ist keine Zauberei, sondern erfordert das Verständnis natürlicher Prozesse und den Mut, zur Schere zu greifen. Scheuen Sie sich nicht, Ihren Lavendelstrauch kräftig zurückzuschneiden – die Pflanze wird es Ihnen danken und mit üppigem Wachstum und intensivem Duft belohnen.






