In einer Welt, in der alles nur noch „exklusive Kooperationen“ sind, hat Hiroshi Fujiwara 30 Jahre gewartet, um dänischen Ikonen ein neues Gewand zu verleihen. Das Ergebnis? Soundsysteme, die mehr kosten als ein gebrauchter Porsche, und ein legendäres Modell, das man sich nicht einmal leisten kann. Anschnallen, das wird keine gewöhnliche Technikfahrt, sondern ein wahres Meisterwerk. Schauen wir es uns an: Bang & Olufsen x Fragment Design
Ganz ehrlich, Markenkooperationen sind heutzutage oft so spannend wie eine Buchhaltungsbesprechung am Montagmorgen. Jemand klatscht sein Logo drauf, und plötzlich kostet ein schlichtes Baumwoll-T-Shirt vierhundert Euro. Aber was haben sie eigentlich beigetragen? Bang & Olufsen x Fragment DesignBei Hiroshi Fujiwara, einem DJ und Design-Star aus Tokio, handelt es sich um etwas ganz anderes. Er ist nicht einfach nur ein weiterer Kreativer, der versucht, mit dem Erbe einer ausländischen Marke schnell Geld zu verdienen. Dieser Mann baute in den 1990er Jahren buchstäblich sein Haus um ein B&O Master Link-System herum, nur damit die Kabel elegant in den Wänden versteckt werden konnten. Man könnte es Hingabe nennen. Oder vielleicht eine leichte Form von Wahnsinn. Wie dem auch sei, es hat sich auf bestmögliche Weise gelohnt.
Drei Jahrzehnte später übergab ihm die dänische HiFi-Institution endlich die Schlüssel zu ihrem wertvollen Archiv. Das Ergebnis ist eine Sammlung von vier Ikonen, die einer hypnotischen Neugestaltung unterzogen wurden. Das Ingenieurteam musste sie komplett neu gestalten. schwarze Farbe, die nass aussieht, um ein völlig neues Verfahren zum Anodisieren und manuellen Polieren von gefrästem Aluminium zu entwickeln.

Beosystem 9000c: Der Hypercar, den man nicht kaufen kann – Bang & Olufsen x Fragment Design
Beginnen wir mit dem, was wir uns von Natur aus am meisten wünschen, aber nicht haben können. Beosystem 9000c Fragment Edition Das absolute Highlight der Ausstellung ist das berühmte vertikale CD-Karussell, das 1996 von David Lewis entworfen wurde und nun im Rahmen des Programms „Recreated Classics“ von B&O wieder aufgelegt wird. Originalgeräte werden gesammelt und anschließend in Struer, Dänemark, von Hand restauriert.
Wäre dieses Audiosystem ein Auto, wäre es ein exklusiver Pagani Zonda. Zugegeben, dieses Gerät beschleunigt nicht in zwei Sekunden von 0 auf 100 km/h und hat auch keinen Motor mit 735 kW (1.000 PS) und 1.500 Nm Drehmoment. Doch sein motorisierter Glasdeckel, der lautlos über sechs Scheiben gleitet, bewegt sich so elegant, dass man die Freuden des Benzins sofort vergisst. Ihre Endgeschwindigkeit ist natürlich die Schallgeschwindigkeit.Oder genauer gesagt 1234 km/h (767 mph), während Ihre Ohren von zwei riesigen Beolab 28-Lautsprechern beschallt werden. Zum Paket gehört außerdem eine Beoremote One-Fernbedienung, und das Ganze kostet sage und schreibe 69.650 Dollar. Wie gesagt – Salz in die Wunde.

Alltagsgeräte: Beoplay H100 und Beosound A1
Zum Glück gibt es auch Modelle für uns Normalsterbliche, die nicht in Tokio leben und kein unbegrenztes Budget haben. Kopfhörer Beoplay H100 Sie sind wie der perfekte Luxus-GT für Ihre täglichen Fahrten. Sie sind die Flaggschiffe von Fragment im Bereich der aktiven Geräuschunterdrückung (ANC). Mit dem dezenten Fragment-Doppelblitz-Logo auf der linken Ohrmuschel wirken Sie, als wüssten Sie etwas, was der Rest der Welt nicht weiß. Der Preis liegt bei 2.400 US-Dollar. Ja, das klingt absurd, aber sobald Sie sie aufsetzen, wird die Welt um Sie herum schneller still, als sich der Innenraum eines Rolls-Royce vom Fahrlärm isolieren kann.
Dann ist es hier Beosound A1 (3. Generation)Der kleine elektrische Stadtlautsprecher dieser Kollektion kostet 475 Dollar. Da es sich um einen kabellosen, akkubetriebenen tragbaren Lautsprecher handelt, fragen sich viele, wie lange er hält. Zwar messen wir hier keine Akkukapazität in riesigen kWh wie bei den neuesten Elektroautos und sprechen auch nicht von Ladezeiten in Minuten an DC-Schnellladestationen, aber sowohl der A1 als auch der H100 bieten stundenlangen, ununterbrochenen Musikgenuss mit einer einzigen Ladung. Reichweite Es wird Sie bei einem Sommerpicknick oder einem langen Flug ganz sicher nicht im Stich lassen.

Beosound Shape: Wandkunst – Bang & Olufsen x Fragment Design
Für diejenigen, die Architekturkunst bevorzugen, hier ist Beosound ShapeDieser modulare Wandlautsprecher kombiniert schwarzen und grauen Stoff in einer siebenteiligen Konfiguration mit einem exklusiven Aluminium-Emblem in der Mitte. Ab 7.100 US-Dollar bietet das System eine Fusion aus moderner Kunst und Technik, die den Raum mit sattem Klang erfüllt. Es ist, als würde man ein Stück brutalistischer Architektur an die Wand hängen.
Fazit: Bang & Olufsen x Fragment Design
Was lässt sich also über die Zusammenarbeit von Bang & Olufsen und Fragment Design sagen? Offen gesagt, ist sie eines der bedeutsamsten, wenn auch sündhaft teuren Projekte der jüngeren Geschichte der Unterhaltungselektronik und Lifestyle-Technologie. Hier geht es nicht nur um plumpe Produktplatzierung und überhöhte Preise, sondern um eine komplette Neudefinition bereits ikonischer Linien hin zu etwas viel Dramatischerem, Dunklerem und Geheimnisvollerem. Das tiefschwarze Finish und das dezente Logo machen diese Geräte zu wahren Sammlerstücken. Natürlich werden die meisten Leser und Käufer angesichts des Preises die Augen verdrehen – 2.400 US-Dollar für die Kopfhörer und fast 70.000 US-Dollar für das Beosystem 9000c sind Summen, die selbst Besitzer teurer Supersportwagen zweimal überlegen lassen, bevor sie ihre Kreditkarte zücken. Doch in einer Welt, in der viele nur mit Glitzer und grellen Farben auffallen wollen, hat Hiroshi Fujiwara einmal mehr bewiesen, dass wahre Stärke in der Stille und dem absoluten, minimalistischen Perfektionismus liegt. Hätte ich 70.000 Euro übrig und einen festen Wohnsitz in der Nähe des Fuji, stünde diese CD-Anlage heute noch in meinem Wohnzimmer. Da dem aber nicht so ist, werde ich wohl oder übel die Zähne zusammenbeißen und mich mit dem Beosound A1 trösten müssen – und mich damit trösten, dass er auch ein Stück unglaubliche Audiophilengeschichte ist. Der weltweite Verkaufsstart ist für den 3. Juni geplant – und glaubt mir, die Geräte werden nicht lange auf sich warten lassen. Also, liebe Leser, haltet eure Geldbörsen bereit.





