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Hausgemachtes Kollagenrezept für strahlende Haut: Ein natürliches Elixier für strahlende Haut und gesunde Gelenke, das viel weniger kostet als Pulver.

Oma würde sagen: Suppe. Wir sagen: Wellness.

Foto: Janja Prijatelj / Ai Art

Haben Sie morgens schon mal in den Spiegel geschaut und gedacht, Ihre Haut könnte nach den Tagen, an denen Ihre größte Sorge war, ob Ihre Wimperntusche den Freitagabend übersteht, etwas mehr Strahlkraft vertragen? Dann haben wir gute Neuigkeiten: Sie müssen nicht gleich in die nächste Parfümerie rennen und sich ein Serum kaufen, das einen „Sieben-Sekunden-Lift“ verspricht und so viel kostet wie ein Wellness-Wochenende. Wir haben ein Rezept für selbstgemachtes Kollagen für Sie!

Selbstgemachtes Kollagen, oder langsam gekochte Knochenbrühe, ist ein alter Brauch, der wiederentdeckt wird. Nicht als Wundermittel, sondern als wohltuendes Ritual für Haut, Gelenke, Knochen, Haare, Nägel und das allgemeine Wohlbefinden. Die Wissenschaft schreibt Kollagenpeptiden vielversprechende Wirkungen auf die Hautfeuchtigkeit und -elastizität zu, doch Knochenbrühe hat auch einen ganz natürlichen Wert: Ihr Nährwert hängt von den Knochen, der Kochzeit und der Zubereitung ab.

Warum funktioniert selbstgemachtes Kollagen überhaupt?

Kollagen ist das am häufigsten vorkommende Protein im Körper. Es wirkt wie ein innerer „Klebstoff“ für Haut, Bänder, Knorpel, Knochen und Bindegewebe. Bei ausreichend Kollagen ist die Haut geschmeidiger, die Gelenke bewegen sich leichter und der Körper knarrt nicht mehr wie ein alter Parkettboden, wenn man aufsteht.

Der Körper produziert zwar selbst Kollagen, doch die natürliche Produktion nimmt mit den Jahren ab. Auch Sonneneinstrahlung, Rauchen, Alkohol und die allgemeine Ernährungsqualität beeinflussen dies. Kein Wunder also, dass Kollagengetränke, -kapseln und -pulver für viele zum Standardrepertoire des modernen Menschen geworden sind. Es gibt aber auch einen ursprünglicheren Ansatz: einen Topf, Knochen, Gemüse und Zeit. Harvard Nutrition Resources betont, dass Knochenbrühe Kollagen oder dessen Bausteine enthält, die Menge an Aminosäuren jedoch je nach Zubereitung variiert.

Wichtig: Der Körper „schickt Kollagen nicht direkt zu den Falten“.

Wenn wir Kollagen zu uns nehmen, wird es im Verdauungsprozess in Peptide und Aminosäuren aufgespalten. Der Körper nutzt diese dann dort, wo sie benötigt werden – zur Gewebereparatur, Proteinsynthese und für andere Prozesse. Das heißt aber nicht, dass jeder Löffel Suppe punktgenau in der Falte zwischen unseren Augenbrauen landet. Schade eigentlich. Genau da würden wir es uns alle wünschen.

Studien zu hydrolysiertem Kollagen deuten jedoch darauf hin, dass regelmäßiger Verzehr die Hautfeuchtigkeit und -elastizität verbessern kann, insbesondere bei längerer und konsequenter Anwendung. Knochenbrühe ist kein standardisiertes Nahrungsergänzungsmittel, kann aber eine hervorragende natürliche Quelle für Proteine, Aminosäuren und geringere Mengen an Mineralstoffen wie Kalzium, Magnesium und Phosphor sein. Laut Harvard Health enthält Knochenbrühe im Allgemeinen mehr Protein als normale Brühe, etwa 8 bis 10 Gramm pro Tasse.

Foto: Janja Prijatelj / Ai Art

Rezept für selbstgemachtes Kollagen: Langsam, sanft, ohne Drama

Zutaten:

  • 1 großer Rinderknochen mit etwas Fleisch daran oder mehrere Hühnerbeine
  • 3 Karotten
  • 3 Petersilienwurzeln
  • 1 Sellerieknolle
  • 2 große Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 Zweig Rosmarin
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • optional: 1 Esslöffel Apfelessig

Vorbereitung:

Den Knochen in einen großen Topf geben, am besten aufgeschnitten, damit das Knochenmark sichtbar ist. So viel Wasser angießen, dass die Zutaten bedeckt sind. Einen Esslöffel Apfelessig hinzufügen, da dieser hilft, Mineralien aus dem Knochen zu lösen. Anschließend mindestens 10 Stunden bei sehr schwacher Hitze köcheln lassen. Alternativ kann die Suppe auch 18 bis 24 Stunden im Schongarer zubereitet werden.

Das Gemüse, Lorbeerblatt, Rosmarin, Salz und Pfeffer erst gegen Ende der Garzeit, in den letzten 3 bis 4 Stunden, hinzufügen. So behält das Gemüse sein volles Aroma und zerfällt nicht zu einer unappetitlichen Brühe. Anschließend die Suppe abseihen, nach Belieben das ausgehöhlte Mark hinzufügen, in Gläser füllen und bis zu 5 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Für eine längere Lagerung kann die Suppe eingefroren werden.

Wie trinkt man sie, damit sie nicht einfach nur „eine weitere Suppe“ ist?

Für den Anfang genügen 100 bis 200 Milliliter täglich oder mehrmals wöchentlich. Am besten erwärmt man es nur leicht und lässt es nicht sprudelnd kochen. Man kann es warm trinken, als Basis für Risotto, Eintöpfe und Soßen verwenden oder mit Ingwer, Kurkuma, Zitronensaft, Misopaste oder einer Prise Chili verfeinern.

Ein weiterer Schönheitstipp: Der Körper benötigt Vitamin C auch zur Kollagenproduktion. Vergessen Sie daher neben Suppen nicht Zitrusfrüchte, Beeren, Paprika, Sauerkraut oder Kiwis. Kollagen ohne eine ausgewogene Ernährung ist wie eine Designerhandtasche ohne Henkel – es klingt zwar schön, aber es funktioniert nicht wirklich.

Foto: Janja Prijatelj / Ai Art

Was können Sie erwarten?

Nein, nach drei Schlucken sehen Sie nicht aus wie ein Studienanfänger. Selbstgemachtes Kollagen ist eine Unterstützung, kein Wundermittel. Bei regelmäßigem Verzehr kann es jedoch zu einer besseren Versorgung mit Proteinen, Aminosäuren und Nährstoffen beitragen, die der Körper für Haut, Muskeln, Gelenke und Bindegewebe benötigt.

Die realistischsten Effekte sind ein besseres Sättigungsgefühl, eine höhere Proteinaufnahme, eine positive Wirkung auf die Verdauung bei manchen Menschen und eine allmähliche Unterstützung von Haut und Gelenken. Vorsicht ist jedoch geboten bei Gelenkproblemen, chronischen Schmerzen, Nierenerkrankungen, Gicht, Histaminintoleranz oder einer salzarmen Ernährung. Suppe ist zwar gesund, aber kein Allheilmittel.

Warum ist es Ihren Topf wert?

Weil es einfach ist. Weil es günstig ist. Weil Zutaten, die viele übersehen würden, etwas Nährendes, Wärmendes und überraschend Feines ergeben. In einer Welt, in der uns fast jede Werbung Jugend in Kapseln verspricht, ist eine Tasse selbstgemachte Knochenbrühe beinahe ein Akt der Rebellion.

Hausgemachtes Kollagen Es ist kein Weg zu ewiger Jugend, aber ein kluges Ritual für den Körper, der täglich deine Ambitionen, Sorgen, High Heels, Turnschuhe und manchmal auch allzu optimistische Neujahrsvorsätze trägt. Und wenn aus einem Topf, Knochen und Geduld etwas so Gutes entstehen kann, dann verdient es einen Platz in deiner Küche – direkt neben gutem Kaffee und noch besserem Humor.

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