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Omoda 7 Test: wenig Geld, viel Musik – und ein großes Problem für Europa

Die Chinesen fragen nicht mehr um Erlaubnis

Test Omoda 7:
Foto: Jan Macarol

Ein chinesischer Familien-SUV, der größenmäßig an der Grenze zu einer höheren Klasse und preislich sogar zwei Klassen über seinem Niveau liegt. Wir waren bei der internationalen Markteinführung dabei – und nach zwei Minuten am Steuer dachten wir sofort: „Oh je, unserer hat ein Problem.“ Also – Test des Omoda 7.

Omod Test 7. Manchmal steigt man ins Auto und merkt sofort, dass sich etwas bewegt hat. Omod 7 ist so ein Auto. Nicht weil es einen mit seiner Seele oder seinem Funken berührt – davon gibt es hier reichlich –, sondern weil es einem kühl, systematisch und mit einem Lächeln zeigt, wie viel Auto man heute für das Geld bekommt, das bis vor Kurzem noch ein viel bescheideneres Stück Blech verlangte.

[VIDEO – Einbettung einfügen: Macarol Car Show · Uncut Test Omoda 7 · EP2]
Das vollständige Video wird am Sonntag, den 28.6. um 8:00 Uhr im Fernsehen ausgestrahlt. Lesen Sie den schriftlichen Teil unten.

👉 Abonnieren: https://www.youtube.com/@janmacarol?sub_confirmation=1

Die Chinesen fragen nicht mehr um Erlaubnis

Derzeit herrscht ein Preiskampf auf dem Markt. Die chinesische Welle rollt an, und die europäischen Hersteller wissen das genau. Das Besondere an Omoda ist, dass wir uns diesem Kampf scheinbar gar nicht anschließen: Wir senken die Preise nicht und locken nicht mit „Nur heute“-Rabatten. Wir setzen von Anfang an einen niedrigen Preis – und ändern ihn dann auch nicht. Ein Preis, für alle, überall. Diese Ehrlichkeit sind unsere Kunden so nicht gewohnt.

Und genau diese Botschaft will Europa nicht hören. Die Omoda 7 ist nicht einfach nur ein weiteres Modell auf der Preisliste. Es ist eine höflich verpackte Kriegserklärung. Test Omoda 7. 

Foto: Jan Macarol

Design: fast Lexus

Die Designrichtung des Omode stammt von Steve Eum, Designchef bei Chery, und das merkt man. Die Philosophie ist eine unaufdringliche, technologische Eleganz: ein geschlossener, glatter Kühlergrill in X-Form, schmale, scharfe LED-Leuchten mit durchgehender Lichtsignatur, skulpturale Seitenpartien und ein abfallendes, fast coupéartiges Dach. Am Heck erstreckt sich ein durchgehender LED-Streifen mit charakteristischem Zickzackmuster über die gesamte Breite.

Persönlich finde ich, dass das Spiel der Oberflächen und die ruhige, hochwertige Ausstrahlung an einen Lexus erinnern. Design ist natürlich Geschmackssache, aber dieses Auto wirkt teurer, als es tatsächlich ist – und das ist bei diesem Preis die halbe Miete.

Foto: Jan Macarol
Foto: Jan Macarol
Foto: Jan Macarol
Foto: Jan Macarol

Platz und Praktikabilität: Augen lügen, Zahlen nicht.

Hier kommt die erste Überraschung ins Spiel. Der Omoda 7 sieht aus wie ein kompakter C-SUV, misst aber … 4,66 MeterStellen wir es mal in einer Reihe auf:

Tucson 4,51 Tiguan 4,54 Sportage 4,54 Dacia Bigster 4,57 RAV4 ~4,60 Omoda 7 4.66 · Nissan X-Trail 4,68 · Honda CR-V 4,69 · Audi Q5 4,72.

Kurz gesagt: Von der Länge her gehört er nicht zur Klasse von Tucson und Tiguan – er liegt darüber, knapp unterhalb der echten Familien-SUVs. Der Radstand von 2,72 Metern bestätigt dies in der Praxis. Im Fond bietet er viel Platz, der Boden ist eben (es gibt keinen Mitteltunnel), und der Kofferraum fasst rund 540 Liter. Groß, praktisch, familientauglich.

Foto: Jan Macarol
Foto: Jan Macarol

Innenbereich: eine oder zwei Klassen höher

Hier punktet der Omoda 7 am meisten. In der Top-Ausstattungsvariante Prime+ liest sich die Liste eher wie ein Luxuspaket als wie eine Preisliste: Massagesitz vorn, Beifahrersitz mit Liegefunktion, Sitzheizung und -belüftung vorn, beheizbares Lenkrad, Panoramadach, Sony-Soundsystem mit 12 Lautsprechern (daher „viel Musik“), 540-Grad-Kamera, automatisches Einparken und – Vorsicht! – serielles Head-up-Display, was viele deutlich teurere Europäer nicht haben.

Der zentrale Bildschirm ist 15,6 Zoll groß und verschiebbar: Mit einer Vier-Finger-Geste lässt es sich zum Beifahrer hin bewegen. Es ist schnell, modern und wird von Snapdragon angetrieben.

Foto: Jan Macarol

Seien wir ehrlich, denn der Macarol-Test ist keine Werbung. Der Innenraum ist einfach nur schwarz und wirkt zu dunkel. Aus der Entfernung betrachtet ist alles sauber verarbeitet, die Nähte sind solide, aber darunter befindet sich ein härterer Kunststoff. Und diese beeindruckende Schiebetür? Sie geht auf Kosten einer ordentlichen Schublade. Schön, aber nicht ohne Kompromisse.

Foto: Jan Macarol
Foto: Jan Macarol

Antrieb, Batterie und Verbrauch: Das Kleingedruckte nach 1.200 km

Omod 7 Er ist bei uns ausschließlich als Plug-in-Hybrid (SHS-P) erhältlich: 1,5-Liter-T-GDI in Kombination mit einem Elektromotor, System 205 kW oder 279 PS und 365 Nm. Von 0 auf 100 km/h in 8,4 Sekunden. Die Batterie hat eine Bruttokapazität von 18,3 kWh, was für … ausreicht. bis zu 90 km reiner StromDie Gesamtreichweite wird vom Hersteller angegeben bei mehr als 1.200 km.

Und nun zum Kleingedruckten, das Sie nirgendwo sonst finden werden: Die 1.200 km Reichweite beziehen sich nicht auf eine Tankfüllung, sondern auf eine volle Tankfüllung. Plus Voller Akku. Der homologierte Verbrauch von 2,3 l/100 km entspricht dem WLTP-Wert für einen Plug-in-Hybrid und geht von einem stets vollen Akku aus. Bei leerem Akku ist realistischerweise mit etwa 5–5,5 l/100 km zu rechnen. Immer noch gut, aber weit entfernt von den beeindruckenden 2,3 l/100 km. Kurz gesagt: Große Reichweite und niedriger Verbrauch – vorausgesetzt, Sie laden regelmäßig zu Hause.

Noch ein Hinweis für die Techniker: Die DC-Ladung dieses PHEV beträgt bescheidene 40 kW, aber das Auto kann mit V2L (3,3 kW) zu einer mobilen Powerbank werden.

Foto: Jan Macarol

Fahrverhalten: Komfortables Pendlerauto, kein Rennwagen

Bei der ersten Fahrt präsentiert sich der Omoda 7 als leises, komfortables und laufruhiges Auto. Die Übergänge zwischen Elektro- und Benzinantrieb sind kaum spürbar (die Elektrik übernimmt den Antrieb, der Motor lädt lediglich die Batterien), das Fahrwerk ist weich und auf Komfort ausgelegt, nicht auf sportliches Fahren. 279 PS sind für den Alltag mehr als ausreichend, doch dieses Auto lädt nicht zu rasanten Kurvenfahrten ein. Es ist ein Reisewagen – und ein guter dazu.

Das automatische Einparksystem ist besonders unterhaltsam: Das Auto kann selbst dann in eine Parklücke fahren, wenn keine Markierungen vorhanden sind – man zeigt sie einfach an, und das System erledigt den Rest. Man kann im Auto sitzen oder daneben stehen und es per Schlüssel oder App steuern.

Preise und Pakete (Slowenien)

In Slowenien ist der Omoda 7 nur als Plug-in-Hybrid in drei Ausstattungsvarianten erhältlich:

  • Urban – 33.990 € (Sonderangebot) 31.990 €)
  • Prime – 36.990 € (Sonderangebot) 34.990 €) – bietet zusätzlich einen Schiebebildschirm, größere Räder, besseres Audiosystem, Öko-Leder und ein Panoramadach.
  • Prime+ – Zuschlag 2.000 € In der Prime-Version sind zusätzlich automatisches Einparken, eine Massagefunktion für die Vordersitze und eine verstellbare Beifahrersitzposition verfügbar.

Der Aktionspreis beinhaltet einen Rabatt von 500 € und einen Vorteil von 1.500 € bei Finanzierung über O&J. Farben: Perlweiß gratis, Mondsilber, Carbon Crystal Schwarz und Nebelgrün für 700 €, mattes Phantomgrau für 1.000 €. Es gelten die Garantiebedingungen. 8 Jahre oder 160.000 kmFrühkäufer, die bis zum 31. August 2026 bestellen, erhalten außerdem ein V2L-Kabel, ein Typ-2-Kabel und ein Heimladegerät.

Foto: Jan Macarol
Foto: Jan Macarol

Urteil: Meine ersten Eindrücke und Gedanken

Omod 7 Es handelt sich um ein solides, durchdachtes Fahrzeug. Für einen Preis ab unter 32.000 Euro bietet es ein für seine Klasse überdurchschnittliches Platzangebot, eine noch bessere Ausstattung und eine beruhigende 8-Jahres-Garantie. An wen richtet es sich? An Familien, die für ihr Geld ein Auto mit maximalem Nutzen suchen und deren Status nicht vom Markennamen abhängt.

Wem würde ich es nicht empfehlen? Allen, die Fahrspaß suchen oder eine Marke, die ihre Nachbarn sofort erkennen. Fairerweise muss man auch sagen: Der Innenraum ist komplett schwarz und stellenweise zu dunkel, der tatsächliche Kraftstoffverbrauch liegt nicht bei den sagenhaften 2,3 Litern, und das Handschuhfach wurde dem Schiebebildschirm geopfert. Euro NCAP hat den Omod 7 jedoch noch nicht unabhängig getestet (seine Verwandten Jaecoo 7, Omoda 5 und Omoda 9 haben 5 Sterne, dies entspricht jedoch nicht der offiziellen Bewertung dieses Modells).

Lässt man die Marketing-Floskeln beiseite, bleibt ein Auto übrig, das für sein Geld mehr bietet, als man erwarten würde. Und genau deshalb verdient der Omoda 7 etwas, das ich nur selten vergebe: 10 von 10 Punkten für das Preis-Leistungs-Verhältnis. Nicht weil es perfekt ist. Sondern weil es für den Preis unglaublich gut ist.

Europa, nimm den Hörer ab! Der andere ruft an – und hinterlässt keine Nachricht.


Technische Daten – Omoda 7 SHS-P

Daten Wert
Antrieb Plug-in-Hybrid, 1,5 T-GDI + Elektromotor
Leistung / Drehmoment 205 kW (279 PS) / 365 Nm
0–100 km/h 8,4 Sekunden
Batterie (brutto) 18,3 kWh
Elektrische Reichweite bis zu 90 km
Gesamtreichweite mehr als 1.200 km
Verbrauch (WLTP / real) 2,3 l/100 km / ~5–5,5 l/100 km (leerer Akku)
Gleichstromladung / V2L ~40 kW / 3,3 kW
Abmessungen (L × B × H) 4660 × 1875 × 1670 mm
Überschneidung 2720 mm
Stamm ~540 Liter
Garantie 8 Jahre / 160.000 km
Preis (GBP) ab 33.990 € (Sonderangebot ab 31.990 €)

Macarol-Bewertung

Kategorie Bewertungen
Design 8
Innere 7,5
Benutzerfreundlichkeit 8
Technologien 8
Informationssystem 7,5
Anwendung 7,5
Laden 7
Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis 10
Qualitätsgefühl 8
Fahrgefühle 7,5
GESAMTBEWERTUNG 79,0 / 100

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